Du hast Aktien mit Gewinn verkauft oder eine Dividende erhalten — und plötzlich fehlt ein Viertel. Willkommen bei der Abgeltungssteuer.
Seit 2009 gilt in Deutschland eine pauschale Steuer auf Kapitalerträge: 25 % Abgeltungssteuer. Dazu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Steuer (nicht auf den Gewinn) — das sind effektiv 1,375 %. Optional kommt noch Kirchensteuer hinzu (8 % in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in allen anderen Bundesländern).
In der Praxis sieht das so aus: Ohne Kirchensteuer zahlst du 26,375 % auf jeden Euro Kapitalertrag. Mit Kirchensteuer (9 %) sind es rund 27,82 %.
Was wird besteuert? Dividenden, Kursgewinne beim Verkauf, Zinsen auf Sparkonten und Anleihen, und die Vorabpauschale bei thesaurierenden Fonds.
Die gute Nachricht: Dein Broker zieht die Steuer automatisch ab (Quellensteuerabzug). Du musst dich in den meisten Fällen nicht selbst darum kümmern.
Wichtig: Du hast einen jährlichen Freibetrag von 1.000 € (Sparerpauschbetrag). Erst ab dem 1.001. Euro wird Steuer fällig — sofern du einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker hinterlegt hast.
Dies ist eine allgemeine Erklärung — keine Steuerberatung. Für deine persönliche Situation wende dich an einen Steuerberater.