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Deine ersten 3 Begriffe: Aktie, ETF, Sparplan

Die Finanzwelt wirft hunderte Begriffe nach dir. Um vernünftig zu investieren, brauchst du genau drei: Aktie, ETF und Sparplan. Jeder davon ist einfacher, als er klingt.

Die Finanzwelt hat ein Talent dafür, einfache Dinge kompliziert klingen zu lassen. Hunderte Begriffe, tausende Produkte, eine ganze Branche, die darauf aufgebaut ist, dir das Gefühl zu geben, du bräuchtest professionelle Hilfe, um dein eigenes Geld zu verstehen. Die Wahrheit ist viel beruhigender: Um vernünftig mit dem Investieren anzufangen, musst du nur drei Konzepte verstehen. Aktie, ETF, Sparplan. Alles andere kannst du später lernen, manchmal auch nie.

Begriff eins: Aktie. Eine Aktie ist ein kleines Stück eines Unternehmens. Wenn du eine SAP-Aktie kaufst, gehört dir ein winziger Anteil von SAP. Nicht genug, um irgendetwas zu beeinflussen oder auf Hauptversammlungen in bedeutsamer Weise zu erscheinen, aber ein echter, rechtlicher Eigentumsanspruch. Stell dir eine Pizza vor, die in tausend Stücke geschnitten ist: Jedes Stück ist eine Aktie. Wenn die Pizzeria gedeiht und mehr Filialen eröffnet, wird jedes Stück wertvoller. Wenn die Pizzeria kämpft, verliert jedes Stück an Wert. Du teilst den Aufwärts- und den Abwärtstrend.

Die Aktie eines börsennotierten Unternehmens kann über einen Broker gekauft, so lange wie du willst gehalten und dann wieder verkauft werden. Während du sie hältst, kann das Unternehmen einen Teil seines Gewinns als Dividende an dich zahlen (deutsche Unternehmen tun das oft, etwa 2–4 Prozent pro Jahr bei reifen Namen wie Allianz oder Siemens). Der größere Treiber langfristiger Rendite ist aber meist der steigende Wert der Aktie selbst. Die Apple-Aktie wurde 1980 für rund 1 Dollar (split-bereinigt) gehandelt und stand 2024 über 230 Dollar. Eine einzige Aktie, die die ganze Zeit gehalten wurde, wäre jetzt das 230-fache des Startpreises wert, plus Jahrzehnte an Dividenden.

Begriff zwei: ETF. Ein ETF — Exchange-Traded Fund, auf Deutsch börsengehandelter Fonds — ist ein Korb, der viele Aktien auf einmal hält. Statt Aktien eines Unternehmens kaufst du einen ETF-Anteil und besitzt damit ein winziges Stück jedes Unternehmens darin. Der ETF ist wie eine normale Aktie an der Börse notiert, also kaufst und verkaufst du ihn genauso.

Die Kraft eines ETF ist Diversifikation. Besitzt du eine Aktie und dieses Unternehmen gerät in Schwierigkeiten, spürst du es hart. Besitzt du einen ETF mit 1.500 Unternehmen und eines davon kollabiert, merkst du es kaum. Dein Risiko ist verteilt. Das ist das wichtigste Prinzip vernünftigen Investierens, und ETFs liefern es in einem einzigen Kauf.

ETFs gibt es in vielen Geschmacksrichtungen, je nachdem, was sie abbilden. Ein breiter Developed-Markets-ETF wie MSCI World hält rund 1.500 Unternehmen aus 20+ Industrieländern. Ein All-World-ETF wie FTSE All-World oder MSCI ACWI fügt Schwellenländer obendrauf und erreicht 3.000+ Unternehmen aus 40+ Ländern. Ein US-ETF bildet den S&P 500 ab. Ein Europa-ETF bildet STOXX Europe 600 oder MSCI Europe ab. Ein DACH-fokussierter ETF bildet DAX, MDAX oder EURO STOXX 50 ab. Es gibt dividendenfokussierte ETFs, thematische ETFs für bestimmte Sektoren und hunderte mehr. Typische Kosten (TER — Total Expense Ratio) für einen breiten Markt-ETF liegen bei 0,1–0,3 Prozent pro Jahr, was wirklich niedrig ist.

Der richtige ETF für dich hängt davon ab, wie viel von der Welt du besitzen willst und wie einfach du es halten willst. Ein einzelner breiter Welt-ETF (MSCI World oder FTSE All-World) ist für viele Menschen eine vollständige Anlagestrategie. GoStox wird ein ETF-Suchwerkzeug hinzufügen, mit dem du nach Marktabdeckung, Ausschüttungspolitik, TER und Fondsgröße filtern kannst.

Begriff drei: Sparplan. Ein Sparplan ist ein Dauerauftrag fürs Investieren. Du legst einen monatlichen Betrag fest, wählst einen ETF, bestimmst einen Tag im Monat, und der Broker führt den Kauf automatisch jeden Monat für dich aus. Er läuft im Hintergrund wie eine Mietzahlung, nur dass das Geld auf deinen ETF landet statt auf dem Konto eines Vermieters.

Der Sparplan löst zwei Probleme auf einmal. Erstens nimmt er die Frage „wann kaufen?" weg. Du musst nicht raten, ob die Märkte hoch oder tief stehen — du kaufst jeden Monat ein bisschen. Manchmal kaufst du teuer, manchmal günstig. Über die Zeit pendelt sich der Durchschnitt auf ein vernünftiges Niveau ein, was Durchschnittskosteneffekt (Cost Averaging) heißt. Zweitens nimmt er die Versuchung weg, diesen Monat doch zu überspringen. Automatisiertes Investieren schlägt absichtliches Investieren jedes Mal, weil keine Willenskraft involviert ist.

Das war's. Aktie, ETF, Sparplan. Mit diesen drei Konzepten verstehst du den Kernmotor: Du kaufst regelmäßig Anteile eines diversifizierten ETFs über einen automatisierten Monatsplan. Alles andere in dieser App, jeder fortgeschrittene Artikel, jedes Diagramm, jede Kennzahl ist entweder Tiefe auf diesem Fundament oder etwas, das du sicher ignorieren kannst. Das Fundament allein funktioniert.

Begriffe: ETF · Dividend Yield

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